Weintrauben

2019 hat alle Voraussetzungen, als großartiger Weinjahrgang in die Annalen einzugehen. Wir rekapitulieren den Verlauf und hören, was uns ein paar Top-Winzer zum neuen Jahrgang sagen.

Wechselhafter Frühling, heißer Sommer, milder Herbst – so kann man den Witterungsverlauf des letzten Jahres im Kremstal zusammenfassen. Der entscheidende Monat war 2019 der regnerische Mai, der nach einem viel zu warmen Frühling einen zu frühen Austrieb der Reben verzögert und dafür gesorgt hat, dass die Vegetation einen normalen Verlauf nahm.

Senftenberg im Herbst
Senftenberg im Herbst

Glühender Sommer, angenehmer Herbst

Der Sommer begann mit dem wärmsten und trockensten Juni seit Beginn der Messungen und setzte sich mit einem beinahe ebenso heißen Juli und August fort, wobei die Hitzewellen nicht so extrem waren wie 2017 und 2018. Ab Ende August setzte eine kühlere Periode ein, die vor allem auch angenehm kühle Nachttemperaturen mit sich brachte, welche positive Auswirkungen auf Fruchtaromen und Säurestruktur der Weine hatten. Der Herbst verlief sehr mild und ausgeglichen, sodass die Lese planmäßig und ohne Hektik erfolgen konnte.

Josef Dockner, Silke Mayr und Leopold Müller
Josef Dockner, Silke Mayr und Leopold Müller

Sehr zufriedene Winzer

Josef Dockner vom Weingut Dockner in Höbenbach resümiert: „Die Qualität der Trauben war hervorragend, die Erntemenge war jedoch um 20% niedriger als im Vorjahr. Wir dürfen uns auf einen großartigen Jahrgang 2019 freuen!“

Silke Mayr vom Vorspannhof Mayr und Weingut Buchegger in Dross sieht dem neuen Jahrgang voller Optimismus entgegen: „Dank der kühlen Nächte während der Lese bekamen die Trauben eine feine Säure mit, man darf sich also auf sehr gehaltvolle, schön strukturierte Weine mit ausgeprägter Sortentypizität freuen, die genug Substanz und Kraft besitzen, um lange gelagert werden zu können. Auf jeden Fall ein großer Jahrgang!“

Und sehr zufrieden zeigt sich auch Leopold Müller vom Weingut Müller in Krustetten : „1989, 1999, 2009 – allesamt Ausnahmejahrgänge in Österreich. Auch 2019 hat das Potential sich in die Reihe der herausragenden 9er-Jahrgänge einzuordnen. Die Weine des Jahres 2019 zeigen Vielschichtigkeit und Tiefgang kombiniert mit einer fruchtbetonten Sortentypizität und trinkanimierender Säurestruktur.“